Der Tierpark Gera wurde 1962 als Tiergehege zunächst mit nur einheimischen Tierarten gegründet und gehört inzwischen zu den beliebtesten Kultureinrichtungen Ostthüringens.

Im romantischen Martinsgrund gelegen, leben auf einem ca. 20 Hektar großen Gelände über 500 Tiere aus etwa 80 verschiedenen Arten. Diese sind überwiegend auf der nördlichen Halbkugel beheimatet, wie zum Beispiel Damhirsche, Rothirsche, Rehe, Wisente und Highlandrinder, Rentiere, Yaks, Wisente, Europäische Mufflons und fast winzige Quessantschafe. Besonders erfolgreich ist der Waldzoo Gera bei der Haltung von Elchen und Wisenten. Die Vogelwelt wird unter anderem durch Uhus, Schnee-Eulen, Kolkraben Rotmilane, Amazonen, Sittiche und Nandus vertreten.

Neben den überwiegend heimischen Tieren, leben auch Exoten im Park. Das Wappentier der Stadt Gera, der Löwe, wird im Waldzoo ebenso gehalten, wie auch China-Leoparden. Sehr beliebt bei den Besuchern ist die begehbare Anlage für Berberaffen. Hier besteht die Möglichkeit, ohne störende Gitter am Familienleben der Tiere teilzuhaben.

Besonders von Kindern nachgefragt ist der im Waldzoo integrierte Bauernhof.Neben typischen Nutztieren wie Hühnern und Enten leben hier auch alte Haustierrassen wie die Thüringer Waldziege, das Rhönschaf und Bulgarische Langhaarziegen. Aber auch attraktive Zwergzebus oder niedliche Minishetlandponys erfreuen die Besucher.

Eine Besonderheit im Tierpark Gera stellt seine Parkeisenbahn dar. Als Pioniereisenbahn 1975 eröffnet, befördert sie heute jährlich ca. 35.000 Fahrgäste auf einer Spurweite von 600 Millimetern. Die 0,8 Kilometer lange Gleisstrecke führt vom Bahnhof Martinsgrund vorbei an einem beim Bahnbau entstandenen Stauweiher über zwei Brücken zum Bahnhof Wolfsgehege(nun Wildkatze). Dabei überwindet sie eine Steigung von 2,9%.

Von Anfang an werden hier, ebenso wie bei den zehn anderen Parkeisenbahnen in den neuen Bundesländern, interessierte Schüler mit den Grundlagen des Eisenbahnwesens vertraut gemacht. Um die 15 Schüler verbringen ihre Freizeit bei der Parkeisenbahn im Waldzoo. Als Aufsicht, Weichen- und Signalwärter, Zugschaffner, Fahrkartenverkäufer und Fahrdienstleiter sorgen sie unter der Aufsicht von erfahrenen Eisenbahnern für einen reibungslosen Fahrbetrieb. Grundlage dafür bilden die Vorschriften der Deutschen Bahn AG.In den über 35 Jahren wurden bisher mehr als 400 Kinder zum Parkeisenbahner ausgebildet. Einige von ihnen sind noch heute ehrenamtlich tätig.